Tag der Phänologie am ZAMG

Tag der Phänologie am ZAMG

Am Mittwoch dem 6. März fand der 1. Tag der Phänologie am ZAMG in Wien statt. Wir wurden von einem unserer Projektpartner der Naturkalender App eingeladen.

 Nach einer kurzen Begrüßungsrede der Meteorologin Birgit Eibl und dem Experten für Phänologie Thomas Hübner ging es mit einer Führung durch den phänologischen Garten des ZAMG los. Thomas Hübner erklärte anhand von sogenannten "Zeigerpflanzen" wieso phänologische Beobachtungen von Pflanzen eine bedeutende Rolle beim Klimamonitoring spielen.

Nachdem die Besucher den phänologischen Garten kennengelernt haben, ging es mit einem sehr interessanten Vortrag von Birgit Eibl weiter. Sie erzählte über die Anfänge von Citizen Science im Jahr 1851. Damals wurden die Aufzeichnungen von Beobachtungen auf dem Postweg an das ZAMG gesendet. Heute funktioniert dies mit Hilfe von Citizen Science Smartphoneapps ganz einfach mit ein paar wenigen Klicks. Thomas Hübner und Birgit Eibl gaben der BesucherInnengruppe eine Einführung in die Benutzung der "Naturkalender App" und erklärten wie phänologische Beobachtungen richtig durchgeführt und dokumentiert werden. Anhand von einigen Beispielen erklärten sie warum Citizen Science so wichtig ist und wie der Klimawandel anhand von verschobenen Eintritten verschiedener phänologischer Phasen analysiert werden kann.

„Wir wollen das phänologische Beobachtungsjahr mit einem Tag der Phänologie starten. Aktuell befinden wir uns im Vorfrühling, der ersten phänologischen Jahreszeit nach dem Winter. Die Blüte von Hasel und Schneeglöckchen hat während der letzten zwei Wochen in ganz Österreich eingesetzt. Die Entwicklung der Vegetation ist ein paar Tage weiter, als im Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Das bestätigt den leichten Trend zu früheren Eintrittszeiten."

Die meisten der BesucherInnen waren erfahrene UserInnen, oder hatten bereits erste Erfahrungen mit der “Naturkalender App” gemacht. Nach dem Vortrag starteten die Besucher des Tags der Phänologie, anstatt einer Fragestunde, eine sehr interessante Diskussion über die richtige Benutzung von der “Naturkalender App”. Thema waren unter anderem das richtige “Spotten” von Beobachtungen, die Bedeutung von “Zeigerpflanzen” und der umgang mit neuen Nutzern der App und wie man mit eventuellen Anfängerfehlern umgehen sollte.

Die “Naturkalender App” hat bereits eine sehr gut funktionierende Community innerhalb der Citizen Science App, dennoch war es beeindruckend zu sehen wie engagiert und begeistert die Besucher über “ihre” Spots, die Community und Citizen Science Projekte gesprochen haben.

Wir möchten uns sehr herzlich bei unseren Partnern der “Naturkalender App” und dem ZAMG für diesen sehr interessanten Tag der Phänologie bedanken!

Möchtet ihr selbst beobachten wie der Klimawandel die Natur beeinflusst und ein aktiver Teil der großartigen Citizen Science Community werden? Die “Naturkalender App” steht in englischer und deutscher Version auf www.naturkalender.at für Andriod und IOS kostenlos zum Download zur verfügung.

Mehrsprachigkeit in Citizen Science Projekten
#CitSci2019 Special Feature - get your Citizen Sci...

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Samstag, 27. November 2021

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Shortnews

  • Sommerliche Exkursionen sind ausgezeichnete Gelegenheiten, die Natur in ihrer ganzen Pracht zu beobachten. Von der phänologischen Entwicklung von Zeigerpflanzen für Projekte wie Climate Watch Australia oder den ZAMG Naturkalender, bis hin zu Säugetierbeobachtungen in Kenia über die MAKENYA App – es gibt viele unterschiedliche Wissenschaftsbereiche, in denen sowohl Bürger als auch Wissenschaftler wertvolle wissenschaftliche Daten über die SPOTTERON-Apps sammeln können währen sie unterwegs sind. Lesen Sie mehr im Citizen Science Blog.

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  • Unsere Projektpartner Agroscope Schweiz und Catta haben soeben einen Meilenstein verkündet: Im Citizen Science Projekt Beweisstück Unterhose haben dieses Frühjahr über tausend Personen Unterhosen und Teebeutel vergraben um so mehr über die Beschaffenheit des Bodes herauszufinden. Nun ist es soweit, die Teilnehmer graben ihre vergrabenen Testobjekte wieder aus um sie ins Labor zu schicken und zu untersuchen. Lesen Sie mehr dazu im Citizen Science Blog!

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